Reportage

Blühende Wangen

März 2016

Häufiges Erröten, sichtbare Äderchen oder Entzündungen im Gesicht – nichts Lebens­gefährliches, aber für die Betroffenen unschön und verunsichernd, da sie das Gefühl haben, dass jeder nur noch auf ihre Hautrötungen schaut. Doch sie sind kein Grund, sich zu Hause zu verstecken: Eine passende Pflege und korrigierendes Make-up können den Alltag von Rosacea- und Couperose-Betroffenen deutlich erleichtern.

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Bei Anna wurde die folgenreiche Hauterkrankung vor fünf Jahren festgestellt. Sofort informierte sie sich im Internet und erfuhr, dass sie zu den rund vier Millionen an Rosacea Erkrankten in Deutschland zählt, dass die Krankheit häufig durch umweltbedingte Auslöser wie Stress beschleunigt wird, es aber auch genetische Dispositionen gibt. So neigen beispielsweise vor allem hellhäutige Typen zur Ausprägung der Krankheit. Zudem sind Frauen häufiger davon betroffen. Tritt Rosacea bei Männern auf, trifft es sie allerdings meist stärker. Das Frustrierendste für Anna war aber, dass ihr im Internet (und auch beim Arzt) kaum Hoffnung auf Heilung gemacht wurde. Es gibt Tage, an denen würde sie am liebsten gar nicht in ihrem Wohnort Böblingen, in der Nähe von Stuttgart, vor die Tür gehen.

Morgens beim Blick in den Spiegel erkennt sie sich kaum wieder: die Wangen rot und fleckig, die Nase leuchtet geradezu

Übermäßig aufgeregt, oder als hätte sie zu viel Alkohol getrunken, denkt Anna, nehmen die Leute sie in der S-Bahn auf dem Weg zur Arbeit nach Stuttgart wahr. Dabei hatte sie bis zu ihrem 40. Geburtstag keine wirklichen Probleme mit ihrer Haut. Im Nachhinein weiß sie aber, dass die vereinzelten Rötungen in ihren Dreißigern die ersten Symptome der unschönen Erkrankung waren.

Couperose kann als Vorstufe der Rosacea auftreten. Bläulich-rote Äderchen schimmern durch die Haut, meist im Gesicht an den Wangen und rund um die Nase. Rosacea beginnt üblicherweise im Alter zwischen 30 und 50 Jahren und ist häufig erblich bedingt. Sie verläuft schubweise und betrifft in der Regel beide Gesichtshälften. Typische Krankheitszeichen sind rote, aufblühende Wangen, die sich entzünden können, und – vor allem bei Männern – eine rote, verdickte „Knollennase“. Die Namensgebung der Erkrankung geht auf die Ähnlichkeit der Gesichtsrötungen mit dem Aufblühen von Rosengewächsen zurück (rosaceus, lateinisch: aus Rosen gemacht). Die Gesichtsrötung entsteht durch eine erhöhte Hautdurchblutung und dadurch krankhaft erweiterte Blutgefäße. Phasenweise kommen Entzündungen hinzu, die Eiterbläschen und Pusteln verursachen und auch Hautverdickungen hervorrufen können. Die Entzündungen können sich auch auf Augenlidränder und Bindehäute ausweiten.

„Mein Körper scheint auf unterschiedliche Reize zu reagieren – plötzlich werde ich rot!"

Rosacea-Betroffene reagieren oft auf bestimmte Umweltreize mit einem „Flush“, einer vorübergehenden Reizung, die sich V-förmig bis auf den Hals-Brust-Bereich ausdehnen kann. So auch bei Anna: „Die Haut kribbelt und wird heiß – dann weiß ich, gleich geht es los“, erzählt sie uns in einem Café in der Böblinger Fußgängerzone. „In die Sauna gehe ich schon lange nicht mehr und im Sommer muss ich mit großer Hitze aufpassen. An besonders heißen Tagen gehe ich nicht ohne gute Sonnencreme und Hut vor der Tür. Mein Körper scheint auf unterschiedliche Reize zu reagieren – plötzlich werde ich rot! Manchmal verschlechtert sich meine Haut nach scharfem Essen. Aber nicht immer. Es ist oft nicht leicht herauszufinden, woran es tatsächlich liegt und wie ich diese Art Anfall vermeiden kann!“

Für viele Betroffene sind typische Auslöser körperliche Anstrengung, Stress, Temperaturumschwünge und heiße Getränke. Haben diese Reize anfangs nur einen Flush ausgelöst, kann sich daraus nach einiger Zeit eine bleibende Gesichtsrötung entwickeln. Die verstärkte Durchblutung hat die feinen Gesichtsäderchen dauerhaft erweitert und macht sich als kurze rote Linien unter der Haut bemerkbar. Dabei kann es auch zu Gesichtsschwellungen, zu rauer Haut oder zu Hautabschuppungen kommen. Wie bei Anna ist es für viele Betroffene leider schwer herauszufinden, welcher Reiz einen neuen Schub ausgelöst hat. Im fortgeschrittenen Stadium kommen entzündliche Pusteln und/oder Papeln hinzu, die der Akne ähneln. Beim dritten Stadium treten entzündete Knötchen und Knoten auf, die Haut ist verdickt und großporig, das Bindegewebe angeschwollen, eine Folge kann die sogenannte „Knollennase“ sein.

Wenn die Symptome dann mal wieder besonders stark sind, dann hilft nur ein richtiges Camouflage-Make-up

Doch die Betroffenen lernen mit der Zeit immer besser, mit der Erkrankung umzugehen. So geht es auch Anna: Seitdem sie weiß, dass sie mit ihrem Leiden nicht alleine ist, fällt es ihr viel leichter, sich damit zu arrangieren und ihre Lebensgewohnheiten anzupassen. Scharfes Essen, so sehr sie es auch liebt, ist beispielsweise (fast) tabu. Und wenn die Symptome dann mal wieder besonders stark sind, dann hilft nur ein richtiges Camouflage-Make-up. „Wenn meine Haut morgens schon stark gerötet ist und ich dann im Job auch noch eine Präsentation machen muss, wird es noch viel schlimmer! Ich denke, dass alle meine Rötungen anstarren, und dadurch gerate ich umso stärker unter Stress, was die Rötungen weiter verstärkt.“ Mit einem grünen Korrekturstick (Komplementärfarbe von Rot) kaschiert Anna daher bereits am Morgen ihre Rötungen, eine beigefarbene Korrekturhilfe neutralisiert Problemstellen. Danach folgt ein an ihren hellen Hauttyp angepasstes Make-up. Natürlich alles ohne Duftstoffe, wie bei der Couvrance-Linie von Eau ­Thermale Avène. Das Know-how hat sie aus der Apotheke, wo man sie nach eigenen Angaben gut beraten hat.

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Die Pflegelinie Antirougeurs von Eau Thermale Avène enthält neben beruhigendem Avène Thermalwasser auch Ruscus-Extrakt von der gleichnamigen Pflanze, der aktive Moleküle besitzt und Gesichts­rötungen mildert.

In der ersten Phase von Rosacea geht es bei der Pflege vor allem darum, Rötungen vorzubeugen und zu mildern. Hier hilft der Experte in der Apotheke weiter: Unter Umständen kann schon eine spezielle Intensivpflege ausreichen, um Rötungsneigungen in den Griff zu bekommen. Die Pflegeserie Antirougeurs von Avène ist spe­ziell hierfür gemacht. Als Begleitpflege bei Couperose und Rosacea zielt sie genau auf die verschiedenen Hauptmerkmale von Rötungen ab. Sie enthält hochdosierten Ruscus-Extrakt, der doppelt gegen Rötungen hilft: Die Heilpflanze hat eine anti-entzündliche Wirkung und reduziert zudem Gefäß­erweiterungen. Das im Produkt enthaltene Avène Thermalwasser beruhigt die Haut und trägt dazu bei, das häufig mit Rötungen einher­gehende Hitzegefühl zu reduzieren.

Und worauf sollte man generell bei der Pflege achten?

Neigt die Haut zu Rötungen, ist sie äußerst empfindlich und schnell irritiert, dann reagiert sie häufig auf aufgetragene Hautpflege­­präparate, Kosmetika und Medikamente sehr sensibel. Deshalb sollten Reinigungspräparate am besten mild und ohne Alkohol oder ätherische Öle sein, wie das kühlende Antirougeurs Reinigungsfluid von Avène. Im Sommer ist eine Pflege mit hohem Lichtschutzfaktor ein Muss, im Winter eine Creme, die vor Kälte schützt. Männer sollten sich trocken statt nass rasieren, um unnötige Hautreizungen zu vermeiden. Annas Empfehlung für alle Betroffenen: Rosacea frühzeitig behandeln und bei ungewöhnlichen Hautrötungen lieber gleich einen Facharzt aufsuchen, anstatt selbst mit Cremes und Make-up zu experimentieren.

Der Spezialist bei Rötungen: Antirougeurs von Avène

Von der Feuchtigkeitspflege über die kühlende Gesichtsreinigung bis hin zur Beruhigenden, regenerierenden Maske oder einer Intensivpflege – die sanfte Pflegelinie beruhigt, mildert Rötungen und regeneriert die Haut.

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