Der richtige Sonnenschutz für die Kleinen

Februar 2017

Endlich noch mehr Zeit im Freien verbringen! Darüber freuen sich im Sommer Kinder und Eltern. Dabei gilt dem Schutz der zarten Haut von Babys und Kindern besondere Aufmerksamkeit. Wir zeigen Ihnen, was Kinderhaut so empfindlich macht und worauf Sie unbedingt achten sollten.

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Kinderhaut ist ein Kapitel für sich: Sie ist dünner als die von Erwachsenen und deshalb um ein Vielfaches schutzbedürftiger. Besonders in den ersten Lebensjahren sind die hauteigenen Abwehrmechanismen noch nicht vollständig ausgereift. Das heißt im Klartext, die Haut ist in diesem Stadium noch weniger pigmentiert und auch die sogenannte Lichtschwiele, eine Verdickung der Hautschicht durch vermehrte UV-B-Strahlung, ist noch nicht entwickelt. Zudem liegen bei Kindern die UV-empfindlichen Stammzellen sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen. Deshalb reagiert Kinderhaut beispielsweise ganz anders auf Sonnenbrand. Die Spuren dieses schmerzhaften „Alarmsignals“ des Körpers heilen oft nach ein paar Tagen wieder ab, der Schaden tief in der Haut bleibt aber bestehen und macht sich erst Jahre später bemerkbar.

Je jünger die Haut, desto weniger ist sie gegen gefährliche Einflüsse von außen geschützt. Aus diesem Grund sollten Säuglinge grundsätzlich nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden.

Entscheidend ist, dass die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, beträchtlich steigt, wenn man in jungen Jahren oft und intensiv der Sonne ausgesetzt war. Am besten also so früh wie möglich mit der Aufklärung über den richtigen Umgang mit der Sonne anfangen. Denn das Sonnenlicht ist für die Gesundheit des Menschen unentbehrlich: Es regt die Bildung von Vitamin D an, das eine wichtige Rolle in unserem Calciumhaushalt spielt und am Aufbau unserer Knochen beteiligt ist. Trotzdem sollten Kinder darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Sonne ihnen auch schaden kann.

Aufgepasst!

Die Eigenschutzzeit von Kindern beträgt nur fünf bis zehn Minuten. Deshalb sollten Sonnenschutzprodukte immer einen Lichtschutzfaktor 50+ (sehr hoch) haben. Zusätzlich sollten sie wasserfest sein und keine Duftstoffe, Silikone, Parabene und Octocrylene (als Filter) enthalten.

Unser Tipp:

Neben einem textilen Sonnenschutz mit spezieller Sonnenschutzkleidung (hier bitte stets auf die Kennzeichnung UV 50+ achten) und einer Kopfbedeckung bieten Schatten und Sonnencremes mit einem hohen Breitbandschutz zusätzlichen und wirksamen Schutz für Kids. Achten Sie gerade beim Baden immer darauf, dass alle Körperstellen, die nicht von Kleidung bedeckt sind, sorgfältig mit Sonnenmilch eingecremt sind. Verwenden Sie Produkte mit einem hohen Lichtschutzfaktor, die zuverlässigen UVA- und UVB-Schutz bieten, wie die Kinder-Réflexe Solaire von Avène. Am besten gehen Sie mit gutem Beispiel voran und cremen sich schon vor dem Baden und vor allem direkt vor den Kindern ein, denn Kinder eifern gerne ihren Eltern nach.

Allgemein gilt:

Meiden Sie bestenfalls die Mittagssonne. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten. Nutzen Sie lieber die schwächeren Morgen- und späten Nachmittagsstunden für Unternehmungen im Freien. Da macht das Ganze gleich doppelten Spaß!

Auch die Augen brauchen Sonnenschutz

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Mittlerweile gibt es gute Sonnenbrillen auch schon für Kleinkinder. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass das Modell gut sitzt und die CE-Kennzeichnung UV-400 trägt (hierdurch werden 99 Prozent der UV-Strahlung abgeblockt).

Wie creme ich Kinder richtig ein?

Viel hilft viel!
Sie sollten 2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut, das heißt ca. 30 Milliliter für den ganzen Körper rechnen. Zur Vereinfachung haben wir den Körper in 11 Zonen eingeteilt:

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Creme:
1 Fingerlänge für Zone 1, 2 Fingerlängen für jede der Zonen 2-11*

Spray:
3 Sprühstöße für Zone 1, 6 Sprühstöße für jede der Zonen 2-11*

Stick:
7-mal über die zu schützende Haut fahren (für empfindliche Hautpartien)

*Geringe Auftragsmenge = Reduzierung des Sonnenschutzes