Spotlight

Die Akte Aluminium

Aluminiumsalze in Deodorants sind in der Diskussion. Zu Recht?

Januar 2015

Aluminiumsalze, vor allem als Zusatzstoff in Antitranspirant-Deodorants, und die poten­­zielle Gefahr, die von ihnen ausgeht, sind seit einiger Zeit in aller Munde. Doch was ist dran an den Vorwürfen? Und wie kann man sich vor Nebenwirkungen schützen? Das Leichtmetall in unserem Spotlight.

Artikel lesen

Aluminium ist überall um uns herum zu finden – und das ist auch gut so. Das Leichtmetall ist heute zum Beispiel aus der Flugzeugindustrie, dem Fahrzeugbau und der Wasseraufbereitung nicht mehr wegzudenken. Aluminium ist außerdem das dritthäufigste Element in der Erdkruste und gelangt somit durch natürliche Prozesse in unser Trinkwasser und in viele unbehandelte Lebensmittel. Allein durch diese Vorkommen nehmen wir täglich Aluminium mit unserer Nahrung auf. Laut einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nehmen wir täglich zwischen 1 und 15 Milligramm Aluminium zu uns. Gleichzeitig hat die Behörde einen Richtwert von 0,143 Milli­gramm pro Tag als unbedenklich festgelegt. Dieser wird bei den meisten Menschen erreicht beziehungsweise überschritten, was nicht unbedingt bedeuten muss, dass man sofort krank wird. Der Körper kann nur etwa ein Tausendstel des Aluminium-Inputs aufnehmen, das sich dann in Knochen, Lunge und Gehirn ansammelt. Der Rest wird bei gesunden Menschen über die Nieren ausgeschieden.

Wie wirkt Aluminium auf uns?

Seit einiger Zeit sind nun Kosmetika, allen voran Deodorants, die Aluminiumsalze als Antitranspirant, also Schweißhemmer, enthalten, in Verruf gekommen. Diese sorgen dafür, dass sich die Haut im Achselbereich zusammenzieht und sich somit die Schweißkanäle verengen. Zusätzlich bildet sich eine gelartige Schicht aus Proteinen, die die Ausgänge der Kanäle wie ein Pfropfen verschließt. Hierbei gelangt ein Teil des Aluminiums in den Körper, der nicht durch den natürlichen Prozess des Schwitzens ausgeschieden werden kann, da die Schweißdrüsen verklebt sind. Die Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin (BfR) warnen deshalb vor einer regelmäßigen Anwendung von aluminiumhaltigen Antitranspirants über Jahrzehnte hinweg, da dies später zu einer körperlichen Beeinträchtigung beitragen könne.
Aluminium wird seit längerer Zeit immer wieder mit der Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer in Verbindung gebracht. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Aluminium in Brustzellen Entzündungen auslösen kann. Allerdings gibt es bislang keinen eindeutigen wissenschaftlichen Beweis, der belegt, dass Aluminium an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt ist. Genauso verhält es sich mit der Verknüpfung von Aluminium und Alzheimer. Fest steht, dass das Leichtmetall das Nervensystem beeinträchtigt, jedoch nicht, ob es am Entstehen der Krankheit beteiligt ist.

Diese Theorien, auch wenn sie nicht bestätigt werden können, lösen Unsicherheit in der Bevölkerung aus. Experten raten zum Beispiel, Deos mit Aluminiumsalzen nicht direkt nach dem Rasieren zu benutzen, da hierbei immer kleine Verletzungen in der oberen Hautschicht entstehen und die Aluminiumsalze so besser in unseren Körper gelangen können. Daher sollte man sich am Abend rasieren und das Deo erst am Morgen, wenn die Verletzungen abgeheilt sind, auftragen. Außerdem gibt es mittlerweile viele Alternativen, die ohne Aluminiumsalze auskommen und trotzdem einen sicheren Schutz bieten.

Unser Tipp:

Für verlässlichen Schutz ohne Aluminiumsalze:



Avène Regulierendes Deodorant
Der Roll-on bietet lang anhaltenden Schutz, ohne die Schweißdrüsen zu verkleben. Er wirkt reizlindernd und hautberuhigend und enthält weder Konservierungsstoffe noch Alkohol.
UVP 11,50€

Hier finden Sie Avène Produkte in Ihrer Nähe.