Fernweh

– wenn es mich wieder packt –

Mai 2016

Einfach mal raus aus dem öden Alltag, die Seele baumeln lassen, ferne Länder und neue Kulturen entdecken – kommt Ihnen das bekannt vor? Auch unsere Autorin kennt dieses Gefühl nur zu gut ...

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Ich finde eigentlich zu jeder Jahreszeit einen Grund zu verreisen – meistens hat aber zugegebenermaßen das durchwachsene deutsche Wetter seine Finger im Spiel. Zum Beispiel, wenn der Sommer mal wieder seine Anlaufschwierigkeiten hat und das Thermometer im Juni, so wie im vergangenen Jahr, noch nicht die 20-Grad-Hürde geknackt hat. Irgendwie frustrierend, dabei wäre es doch so schön, mal wieder einen „Strandtag“ am nahegelegenen See zu verbringen, im Park zu picknicken, bis spät in die Nacht bei einer Flasche Weißwein auf der Terrasse meiner Lieblingsbar zu sitzen und, und, und. Spätestens dann, wenn ich im Juni bei Nieselregen mit Socken und Pullover in meiner Wohnung vor mich hin grübele, ist es wieder so weit: Ich checke sämtliche Flugangebote und schaue, ob ich noch ein spontanes Reiseschnäppchen machen kann.

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Der wahre Hintergrund ist eigentlich, dass ich fast schon süchtig danach bin, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen – und zwar richtig!

Sehnsucht nach dem Sommer ist aber natürlich nicht alleiniger Grund für meine Reiselust. Sie ist eher ein Auslöser. Der wahre Hintergrund ist eigentlich, dass ich fast schon süchtig danach bin, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen – und zwar richtig! Was beispielsweise bedeutet, dass ich meistens nicht in Hotels wohne, sondern in Airbnb-Wohnungen (Airbnb ist eine Online-Plattform, über die lokale Gastgeber Unter­künfte vermieten, www.airbnb.de).
Dort komme ich direkt mit Einheimischen in Kontakt, sehe, wie sie leben, und habe die Gelegenheit, mich mit ihnen zu unterhalten und noch ein paar tolle Insider-Tipps zu ergattern. Das gibt mir das Gefühl, in fremde Kulturen einzutauchen, die Welt wirklich kennenzu­lernen. Einen essenziellen Bestandteil dieses Kultur­erlebnisses stellt für mich auch die landestypische Küche dar – also Geschmack und Gerüche. Alleine der Gedanke daran, bald wieder durch einen französischen Supermarkt oder über einen asiatischen Markt schlendern zu können und ein paar meiner Lieblings­leckereien mit nach Hause zu bringen, lässt mein Herz Luftsprünge machen – Urlaub mit allen Sinnen sozusagen.

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Wo man auch hinschaut überall umströmt er uns, der Traum vom Reisen, vom kurzzeitigen Verlassen des sicheren Alltags, von Freiheit.

Dieses Gefühl, diese Lust, diese Sehnsucht zu reisen wird zusätzlich von Einflüssen angeheizt, die mich umgeben. Wo man auch hinschaut, ob auf Blogs, bei Instagram oder Pinterest, in Lifestyle-Magazinen oder wunderschönen Bildbänden – überall umströmt er uns, der Traum vom Reisen, vom kurzzeitigen Verlassen des sicheren Alltags, von Freiheit. #wanderlust — das ist der Begriff, der Hashtag, der uns in diesem Zusammen­hang immer wieder begegnet. Dieses Wörtchen ist nichts anderes als die englische Übersetzung von Fernweh und kommt ursprünglich aus dem Mittelhochdeutschen; ein Begriff, der es in den letzten Jahren im weltweiten Sprachgebrauch zu großer Bekanntheit gebracht hat – ob auf Kaffeebechern, Sweatshirts oder sogar als Tattoo, das „Label“ Fernweh ist weltweit bekannt und wird verstanden.

Und wie stillt man sie nun, diese Wanderlust? Entweder man „hangelt“ sich von Reise zu Reise und profitiert von der Vorfreude oder man holt sich die weite Welt, Reiseerinnerungen oder Urlaubsträume mithilfe von landestypischer Musik, leckeren Spezialitäten, erfrischenden Drinks, Dekoration oder dem passenden Outfit in den Alltag. Klappt wirklich!
P.S.: Meine nächste Reise startet in 24 Tagen :-)

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Inspirationen gefällig?

Passend zum Thema Fernweh und Reisen haben wir hier ein paar Inspirationen für Sie zusammengetragen.
Viel Spaß beim Schwelgen!