France, je t'aime

August 2016

Frankreich – Geburtsstätte des Savoir-vivre, der Haute-Couture-Mode, der ausgezeichneten Küche und nicht zuletzt auch Herkunftsland von Eau Thermale Avène. In dieser Ausgabe widmen wir uns diesem wunderschönen, inspirierenden Land und seiner Kultur. Doch was macht Frankreich so besonders? Eine Liebeserklärung unserer Autorin Michelle Lang.

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Für meine heutige Verbundenheit mit Frankreich wurden schon früh die Weichen gestellt. Mit anderen Worten: Es war quasi unumgänglich, dass ich zur Frankreich-Liebhaberin wurde: Aufgewachsen in der Nähe der französischen Grenze, unter den Fittichen frankophiler Eltern, die mich schon von klein auf fran­zösische Luft schnuppern ließen – sei es bei Urlauben in der Bretagne oder der Provence, Ausflügen in den franzö­sischen Supermarkt nahe der Grenze oder unserem alljährlichen Paris-Trip. Nachdem ich dann, im Anschluss an meine Schulzeit, einen Au-pair-Aufenthalt und ein Auslandssemester in Südfrankreich verbracht hatte, war es vollends um mich geschehen. Ich war ver­liebt – in Frankreich.

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Was ich an der Grande Nation besonders schätze? Wo soll ich anfangen? Wahnsinnig gutes Essen und Menschen, die das Ganze nicht nur als Nahrungsaufnahme ansehen, sondern als kulturelles Ritual des Genusses und der Gesel­ligkeit. Einfach dieses besondere Lebensgefühl: Jung und Alt sitzen abends bei einem Glas Wein oder einem Pastis zusammen und genießen das Leben, frei nach dem Motto „leben und leben lassen“. Dann natürlich eine Art ange­borenes Stilbewusstsein, bei Männern, vor allem aber bei Frauen, das so ungezwungen und nonchalant wirkt, dass es mich (und da bin ich wahrscheinlich nicht die Einzige) schon des Öfteren vor Neid ein bisschen blässlich um die Nasenspitze werden ließ. Ein weiteres, unschlagbares Charakteris­tikum ist die unglaubliche klimatische und landschaftliche Vielfalt, welche unter anderem die tollsten Skigebiete im Osten, mediterranes Klima im Süden und eine atlan­tische Seebrise zu bieten hat. Zusammengefasst: In Frankreich kommt man (fast) immer auf seine Kosten – ganz egal, was für eine Art von Urlaub man sich wünscht!

Und mit meiner Liebe zu Frankreich bin ich nicht alleine, denn das Hexagon, wie es aufgrund seiner sechseckigen Landesform auch genannt wird, gehört bereits seit Anfang der 1990er-Jahre zu den weltweit beliebtesten Urlaubsdestinationen und ist heute sogar das am häufigsten frequentierte Ferienziel überhaupt. Jährlich besuchen knapp 83 Millio­nen Touristen das flächen­mäßig größte Land der EU, was natürlich insbesondere der großen Vielfalt der Naturgebiete, der Schönheit der Landschaften, aber auch dem Reichtum des Kulturerbes geschuldet ist. Man muss sich nur einmal vorstellen: Allein 38 Sehens­würdigkeiten, darunter der Mont-Saint-Michel in der Normandie, das Schloss und der Park von Versailles, die Kathedrale von Chartres oder die mittelalterliche Stadt Carcassonne, gehören zum ­UNESCO-­Weltkulturerbe. Apropos! Da wären wir doch gleich beim Thema Essen. Weil es einen wichtigen Bereich des täglichen Lebens und die Pflege der Küche einen unverzichtbaren Bestandteil der nationalen Kultur darstellt, wurde das „gastro­nomische Mahl der Franzosen“ 2010 als immaterielles Weltkulturerbe von der ­UNESCO anerkannt. Das schafft man wirklich nur in Frankreich!

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Mhhh, französisches Essen – einfach délicieux! Allem voran das goldgelbe Baguette, das eine ganz besondere kulturelle Position hat und deshalb vom Staat subventioniert ist. So kann sich fast jeder das leckere Brot leisten. Jährlich wird übrigens das beste Baguette von ganz Paris von einer Experten-­Jury gewählt. 2015 kredenzte die Boulan­gerie „Le Grenier à Pain“ (38 rue des Abbesses, 75018 Paris) das beste Stangenweißbrot. Schmeckt besonders lecker, wenn es ganz frisch und noch warm vom Bäcker kommt!

Die Französin fährt lieber ein kleineres Auto, kauft sich dafür aber das schicke Designer-Kleid oder die teure Bodylotion.

Nicht zu unterschätzen ist auch die modische Stärke der Grande Nation: Frankreich hat viele bedeutende Modeschöpfer beziehungsweise Labels wie Chanel, Dior oder Yves Saint Laurent hervorgebracht, wodurch das Land, und insbesondere Paris, zur Capitale de la mode (Modehauptstadt) avancierte. Doch selbst abseits der großen Marken fällt auf, dass Franzosen viel Wert auf ihr Äußeres legen. Diese Einstellung gilt neben der Mode natürlich auch für Kosmetik: Die Französin fährt lieber ein kleineres Auto, kauft sich dafür aber das schicke Designer-Kleid oder die teure Bodylotion. Das belegt auch die Statistik: Die Grande Nation hat die zweithöchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Beauty-Produkte in Europa. Kein Wunder, dass hier die Erfolgs­geschichte von Eau Thermale Avène begann! Fest steht, das Hexagon übt eine wahnsinnige Anziehungskraft aus, nicht nur auf mich, sondern auf Menschen weltweit.

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