Frühlingszeit – Allergiezeit

März 2015

Bald ist er da, der lang ersehnte Frühling, und mit ihm auch die ungeliebten Pollen, die immer mehr Menschen zu schaffen machen. Wir versorgen Sie mit allen wichtigen Informationen rund um das Thema Allergien und mit hilfreichen Tipps, wie Sie – auch mit Heuschnupfen – den Frühling richtig genießen können.

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Zur Zeit leidet in Deutschland circa 20 Prozent der ­Bevölkerung unter einer Pollenallergie. Tendenz steigend. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Zum einen ist Heuschnupfen vererbbar. Hat ein Kind einen betroffenen ­Elternteil, so wird es zu 30 Prozent ebenfalls eine Pollen­allergie bekommen. Zum anderen geben Mediziner einem über­steigerten Hygiene-­Empfinden, dass sich beispielsweise durch übertriebene Anwendung von Desinfektionsmitteln äußert, die Schuld: Es sorgt dafür, dass unser Immun­system nicht mehr so gut mit Allergie-Auslösern wie Pollen zurechtkommt.

Pollen-Hochsaison ist von Februar bis August

Hochsaison für die kleinen Zellen, die das männliche Erbgut von Pflanzen weitergeben und durch den Wind bis zu mehrere 100 Kilometer weit getragen werden können, ist von Februar bis August. Hierbei unterscheidet man zwischen Baumpollen wie Hasel, Erle oder Birke und Gräser-, Kräuter- und ­Getreidepollen wie Roggen. Die ­Intensität und der Rhythmus der Pollen-Freisetzung orientiert sich jedoch nicht ausschließlich an den Jahreszeiten – auch die Tageszeit spielt eine Rolle. So ist die Belastung auf dem Land morgens am stärksten, in Städten dagegen am Abend. Auch die aktuelle Großwetterlage ist ein ausschlaggebender Punkt, oder ob man sich auf flachem oder ­ber­gigem Gebiet befindet. Allgemein gilt jedoch: Je länger der Winter ist, desto mehr Pollen befinden sich in der Luft, was wiederum stärkere Beschwerden bei Allergikern ­hervorruft.

Sobald die Pollen nun mit Schleimhäuten in Augen und Nase sensibilisierter Personen in Berührung kommen, wird eine aller­gische Reaktion ausgelöst. Darunter versteht man eine Überreaktion des Immunsystems zur Abwehr des Fremdkörpers: Es ­werden Antikörper gebildet. Die Symptome einer ­solchen Reaktion können sehr vielfältig sein. Am ­häufigsten sind jedoch ­juckende, gerötete, geschwollene Augen, Fließ- und Stockschnupfen sowie Niesanfälle, Atemnot, ­Husten, juckende Haut und Ekzeme. Weitere unan­genehme Begleiter des ­Heuschnupfens können außerdem Erschöpfung, ­Kopfschmerzen und Schlafstörungen sein.

Suchen Sie einen Arzt auf

Wichtig ist es, bereits beim ersten Auf­treten dieser Symptome seinen Hausarzt oder einen ­Allergologen aufzusuchen, um verschiedene Therapie­möglichkeiten zu besprechen. Denn eine Pollenallergie muss behandelt werden, ansonsten riskiert man, zum ­Beispiel an Asthma zu erkranken.

Tipps für eine unbeschwerte Pollenzeit

  • 1

    Achten Sie in Radio und Fernsehen auf die Pollenflug-Vorhersagen für Ihre Region oder schauen Sie im Internet nach (z.B. Allergieratgeber)

  • 2

    Lüften Sie zu der Tageszeit, in der weniger Pollen fliegen

  • 3

    Waschen Sie sich jeden Abend die Haare

  • 4

    Lassen Sie die tagsüber getragene Kleidung außerhalb des Schlafzimmers

  • 5

    Hängen Sie Ihre Wäsche nicht zum Trocknen nach draußen

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