Gebräunte Haut als Indikator für Gesundheit und Wohlbefinden – ein Trugschluss?

Juli 2018

Ob für eine Hochzeit, ein besonderes Event oder den ersten Auftritt im neuen Bikini – es gibt Situationen, in denen wir einfach frisch, erholt und möglichst gut aussehen wollen. Denn Fakt ist: Ein schönes Outfit wirkt am besten, wenn die Beine nicht ganz so weiß sind und das Gesicht einen frischen, gesunden Glow hat. Aber was hilft, wenn man keine Zeit hatte, sich vor dem Tag X ein ausgiebiges Sonnenbad zu gönnen? Wir haben drei tolle Bräunungsalternativen für Sie.

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Der Trend, knackig braun zu sein, hält sich seit Jahren eisern und gilt in der westlichen Welt – anders als in asiatischen Ländern, in denen die Menschen eher auf vornehme Blässe setzen – nach wie vor als erstrebenswertes Schönheitsideal. Der Mensch soll am besten das komplette Jahr über gebräunt erscheinen. Wer blass oder gar bleich wahrgenommen wird, muss sich unter Umständen regelmäßig Fragen stellen lassen wie „Bist du krank?“ oder „Geht es dir nicht gut?“. Eine gebräunte Haut wird paradoxerweise immer noch mit Gesundheit und Glück assoziiert. Die Braunfärbung der Haut ist aber im Grunde kein gesunder Vorgang. Im Gegenteil: Die Haut versucht unsere Erbsubstanz durch die Produktion des braunen Hautfarbstoffs Melanin vor der schädigenden UV-Strahlung zu schützen.
Verstehen Sie uns hier bitte nicht falsch: An einem Sonnenbad ist grundsätzlich nichts auszusetzen, genauso wenig wie an der Vorliebe zu gebräunter Haut. Aber eben in Maßen und gut geschützt. Denn oft lässt uns der Wunsch, den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen, die Gefahr in Kauf nehmen – oder gar restlos ausblenden, obwohl UV-Strahlung der Hauptrisikofaktor für die häufigste Krebserkrankung in Deutschland ist: Hautkrebs. Um diesem vorzubeugen und gleichzeitig den durchaus nervigen Fragen nach dem persönlichen Gemütszustand zu entgehen, haben wir auf den folgenden Seiten, als Alternative zum gut geschützten Sonnenbad, drei Bräunungsalternativen für Sie zusammengetragen, die Sie frisch und erholt wirken lassen.

Spray-Tanning

Wie geht’s richtig?

Mittlerweile gibt es viele Kosmetikstudios, die diese Art der Selbstbräunung anbieten. Dort angekommen, einigt man sich im Gespräch mit der Expertin zunächst auf das gewünschte Farbergebnis. Anschließend wird das Bräunungsprodukt mit einer feinen Airbrush-Düse entweder von Hand oder von einer speziellen Maschine auf den Körper aufgesprüht. Während der Prozedur muss man unterschiedliche Positionen einnehmen, so kann sich das Produkt am besten und vor allem gleichmäßig verteilen. Abschließend wird eine Art Farbversieglung aufgetragen, damit das Ergebnis so lange wie möglich (circa eine gute Woche) hält.

Vorteil:

Auch wenn es bis zu acht Stunden dauern kann, bis das maximale Bräunungsergebnis erreicht ist, sieht man bereits direkt nach der Anwendung leicht gebräunt und frisch aus. Wegen der unterschiedlichen Farbtöne, zwischen denen man wählen kann, lässt sich das Bräunungsergebnis individuell bestimmen – so ist für jeden Hauttyp etwas dabei!

Nachteil:

Nach der Anwendung sollte man circa acht Stunden nicht duschen, sonst besteht die Gefahr, dass das Produkt frühzeitig abgespült wird. Für eine Behandlung muss man etwas tiefer in die Tasche greifen (Behandlungen kosten circa 40 Euro). An zu heißen Tagen sollten Sie auf Spray-Tanning verzichten, da durch Schwitzen Flecken entstehen können.

Selbstbräuner

Wie geht’s richtig?

Verwenden Sie zunächst ein Gesichts- und/ oder Körperpeeling, wie zum Beispiel das Milde Peeling-Gel für das Gesicht oder das Milde Peeling für den Körper von Avène. So werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt und einem ebenmäßig gebräunten Ergebnis steht nichts mehr im Wege. Beginnen Sie anschließend damit, eine dünne Schicht des Selbstbräuners mit kreisförmigen Bewegungen von den Beinen ab aufwärts aufzutragen. Vorsicht: An stark verhornten Körperstellen wie Ellenbogen, Händen, Knien und Füßen wird der Selbstbräuner intensiver aufgenommen. Deshalb vorher mit Feuchtigkeitslotion eincremen und einziehen lassen. Das nimmt dem Ergebnis die Intensität. Im Gesicht lässt sich das Produkt übrigens am besten mithilfe eines Make-up- Schwämmchens auftragen. Auch hier kreisförmig einarbeiten und darauf achten, die Übergänge zum Haaransatz, zu den Augenbrauen und zum Dekolleté gut zu verblenden. Bitte nicht vergessen: Hände nach dem Auftragen gründlich waschen.

Vorteil:

Leicht in der Anwendung und verhältnismäßig günstig.

Nachteil:

Für ein schönes und gleichmäßiges Ergebnis sollten Sie sich Zeit nehmen. Außerdem brauchen Selbstbräuner in Form von Lotionen, Cremes oder Sprays meist ein bis zwei Tage, bis sie ihre komplette Wirkung entfalten.

Getönte Sonnencreme

Wie geht’s richtig?

Eine getönte Sonnencreme, wie das Mineralische Sonnenfluid getönt SPF 50+ von Avène, verwendet man ebenso wie ein nicht getöntes Sonnenschutzprodukt. Also mehrmals täglich vor und während dem Sonnenbaden.

Vorteil:

Der Effekt ist gleich sichtbar und die Haut wird zusätzlich vor UV-Strahlung geschützt – ebenmäßigeres Hautbild inklusive!

Feuchtigkeitsspendender Selbstbräuner

100 ml
UVO 15,90

Mineralisches Sonnenfluid getönt SPF 50+

40 ml
UVP 15,50 €