Körperzeit

Januar 2018

Zeit hat viele Aspekte und Auswirkungen. Auch in unserem Körper laufen ständig (meist ohne dass wir es so richtig merken) Prozesse ab, die unser Aussehen, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden beeinflussen. Wissen Sie beispielsweise, wie lange es dauert, bis sich ein Fingernagel komplett erneuert hat, oder warum Beinbehaarung nie so lange werden kann wie unsere Kopfhaare? Nein? Dann sind Sie auf dieser Doppelseite genau richtig!

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Wie schnell erneuert sich meine Haut?
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Können Sie sich vorstellen, dass Sie nach nur 26 bis 28 Tagen einen vollständig neuen Zellsatz auf der Hautoberfläche haben? Unglaublich, oder? Die Oberhaut, auch Epidermis genannt, erneuert sich nämlich circa alle vier Wochen komplett. In diesem Zeitraum werden neue Hautzellen gebildet, ältere verhornen langsam, werden schließlich abgestoßen und durch die neuen ersetzt. Ein wirklich einzigartiger Vorgang, denn damit gehören die Hautzellen zu den wenigen im Körper, die sich ein Leben lang teilen – auch wenn ihre Entwicklung abgeschlossen ist.
Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich jedoch dieser Zellerneuerungsprozess. Außerdem enthält die Haut nun insgesamt weniger Feuchtigkeit. Die Folge: Unsere Haut wird schlaffer und bekommt Falten. Ein komplett anderer Zyklus kann bei Psoriasis- Patienten, also Menschen mit Schuppenflechte, beobachtet werden: Bei den Betroffenen erneuern sich die Zellen der Haut nämlich viel zu schnell (nach maximal acht Tagen), sodass der Körper nicht mehr richtig für seinen eigenen Schutz sorgen kann. Durch den beschleunigten Neubildungsprozess und das gleichzeitige Nichtabstoßen der „alten“ Zellen kommt es zu einer Austrocknung und Verhornung der Haut. Es bilden sich Schuppen, die aufgrund der Trockenheit oftmals jucken.

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Die Pflegelinie Akérat von Avène enthält den Wirkstoff Urea (Harnstoff), der die Feuchthalteprozesse der Haut unterstützt. Trockene Schuppen werden abgetragen, Verhornungen gelöst.

In welchem Tempo wachsen meine Haare?
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Genau wie bei den Fingernägeln hängt bei den Haaren die Wachstumsgeschwindigkeit von verschiedenen Faktoren (Gene, Hormone, Lebensumstände et cetera) ab. Doch auch hier gibt es wieder einen Durchschnittswert, an dem man sich orientieren kann: Unser Kopfhaar wächst
demnach zwischen 0,3 und 0,5 Millimeter pro Tag (das sind 1 bis 1,5 Zentimeter pro Monat und 12 bis 18 Zentimeter pro Jahr). Ein bisschen anders sieht es bei den Körperhaaren aus – die übrigens ein Überbleibsel der Evolution sind: Diese wachsen nämlich wesentlich langsamer als das Kopfhaar. Während Barthaare (ungefähr 2,8 Millimeter pro Woche) und Achselhaare (2,1 Millimeter) mit dem Tempo unseres Haupthaares in etwa mithalten können, wachsen Haare an den Armen oder Oberschenkeln nur etwa 1,5 Millimeter pro Woche, ein Augenbrauenhaar bringt es lediglich auf 1,1 Millimeter pro Woche. Weil auch der Wachstumszyklus der Körperhaare kürzer ist, fallen sie aus, bevor sie richtig lang sind.
Wussten Sie außerdem, dass Haare nicht kontinuierlich wachsen, sondern sich in jedem Follikel drei Phasen (Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase) abwechseln? Diese Phasen laufen zeitlich voneinander versetzt ab. Daraus ergibt sich, dass ein Mensch immer genug Haare auf dem Kopf hat – es sei denn, er ist von verstärktem Haarausfall betroffen.

Wie schnell wachsen meine Nägel?
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Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt zusätzlich von vielen einzelnen Faktoren, wie genetischer Veranlagung, Geschlecht, der Durchblutung der Hände, dem Alter, dem Stoffwechsel und dem Lebensstil ab. Auch Hormone spielen eine wichtige Rolle: Viele Frauen berichten, dass sich das Wachstum während der Schwangerschaft verändert (das gilt übrigens auch für die Haare). Generell kann man jedoch sagen, dass Fingernägel circa 0,5 bis 1,2 Millimeter pro Woche wachsen – am Mittelfinger geht das übrigens am schnellsten. Achten Sie doch mal darauf! Bis sich ein Nagel komplett erneuert hat, kann es zwischen sechs und zwölf Monate dauern.
Unsere Fußnägel wachsen generell viel langsamer als die an den Fingern – nämlich nur circa einen Millimeter pro Monat. Woran das liegt? Die Füße sind meist schlechter durchblutet als die Hände und durch geschlossene Schuhe und Socken entsteht Feuchtigkeit, die das Wachstum
leicht hemmen kann. Außerdem kommen die Füße (vor allem in den kühleren Monaten) weniger oft mit UV-Strahlung in Berührung. Auch diese beschleunigt das Nagelwachstum – ein Grund dafür, dass manche von uns im Sommer öfter zur Mani- (und Pedi)küre müssen.

Wie lange dauert es, bis ich einen Sonnenbrand bekomme?
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Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Damit wir jedoch auf keinen Fall einen Sonnenbrand bekommen, ist es wichtig, unsere individuelle Eigenschutzzeit zu kennen. Diese beschreibt die Zeitspanne, in der die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden kann, ohne sich zu röten. Die Dauer der Eigenschutzzeit hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Generell gilt: je dunkler die Hautfarbe, desto höher der Eigenschutz. Daraus ergibt sich, dass Menschen mit sehr heller Haut, Sommersprossen und roten oder rötlichen Haaren genetisch bedingt in ungebräuntem Zustand besonders anfällig für Sonnenbrände sind (dasselbe gilt übrigens auch für Kinder!). Die Eigenschutzzeit bei diesem Typ beträgt lediglich fünf bis zehn Minuten. Im Schatten, durch geeignete Kleidung und durch Sonnenschutzmittel lässt sich dieser Zeitraum verlängern. Durch Schwitzen und den Kontakt mit Wasser verkürzt sich die Zeit.

Aha!

So berechnen Sie die maximale Sonnenzeit für Ihren Hauttyp (Beispiel): 5 Minuten Eigenschutzzeit x Sonnenschutzfaktor 30 = 150 Minuten