Reportage

Mit dem Laser zu gesunder Haut

August 2017

Couperose, Psoriasis und andere entzündliche Hautkrankheiten verursachen nicht nur Beschwerden, sondern sind den Betroffenen meist auch schon von Weitem anzusehen. Eine effektive Möglichkeit, die lästigen Symptome zu behandeln, sind Lasertherapien. Wir haben Frau Dr. Alexandra Ogilvie, einer international anerkannten Expertin auf diesem Gebiet, in ihrer Münchner Praxis über die Schulter geschaut.

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Das Telefon an der Rezeption im fünften Stock der Theatinerstraße 46 steht selten still. Nicht allen Patienten kann ein schneller Termin versprochen werden. Denn das Skin Concept Institut zählt zweifelsfrei zu den gefragtesten und renommiertesten Adressen in Deutschland, wenn es um die Therapie von entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Akne oder um ästhetisch-korrektive Behandlungen, beispielsweise mit Hyaluronsäure, geht. Doch wir konnten einen der begehrten Termine ergattern – und zwar mit Frau Dr. Alexandra Ogilvie persönlich. Bester Laune empfängt uns die sympathische Dermatologin, die die Facharztpraxis mit angeschlossenem Institut im Herzen Münchens gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester leitet.

Einen besonderen Schwerpunkt im Therapieprogramm des Skin Concept Instituts bildet der Einsatz von Laserlicht.

Einen besonderen Schwerpunkt im Therapieprogramm des Skin Concept Instituts bildet der Einsatz von Laserlicht.Dieses wird in unterschiedlichen Formen beispielsweise zur Entfernung gutartiger Hautveränderungen und von Muttermalen oder rein ästhetisch-­kosmetisch zur Faltenbehandlung eingesetzt. Doch auch pigmentierte Hautveränderungen wie Altersflecken, Besenreiser, Couperose, erweiterte Äderchen oder ungeliebte Tattoos können mit einem der 15 unterschiedlichen Lasersysteme behandelt werden. Was genau bei solch einer Lasertherapie passiert, erfahren wir gleich beim ersten Termin, der die Dermatologin an diesem Morgen erwartet.

Couperose-Therapie
Die erste Patientin von Frau Dr. Ogilvie leidet an Couperose, die gut sichtbar an einer für die Erkrankung typischen Stelle ausgeprägt ist: den Wangen. Frau W. ist 45 Jahre alt und arbeitet in einer Parfümerie – ein Job, in dem ein gepflegtes Äußeres ungemein wichtig ist. Sie klagt über immer häufiger auftretende intensiv „glühende Wangen“ und sehnt sich nach Linderung. Couperose entsteht, wenn sich kleinste Blutgefäße verstärkt ausbilden und deshalb unter der Haut­oberfläche deutlich sichtbar werden. Durch die Überversorgung kommt es dann zu einem Stau in den Kapillaren und es entstehen starke Rötungen, meist an Nase und Wangen. Während des umfangreichen Patientengespräches erfahren wir außerdem, dass es leider keine Heilung für diese Erkrankung gibt, die höchstwahrscheinlich einen genetischen Auslöser hat.

Trotz allem kann Dr. Ogilvie der geplagten Patientin Mut machen.

Trotz allem kann Dr. Ogilvie der geplagten Patientin Mut machen. Der Laser und geeignete Spezialprodukte können helfen. Der Therapievorschlag: eine Behandlung mit grünem Licht und eine anschließende regelmäßige Pflege mit Cicalfate Post-Acte von Eau Thermale Avène. „Die Kombination von Laserbehandlung und Therapie mit Avène Produkten wie Cicalfate Post-Acte oder Antirougeurs Calm erzielt in der Regel die gewün­sch­te Linderung bei Couperose“, ­erklärt Dr. Ogilvie. Dann möchten wir von der Dermatologin wissen, wie genau der ­Laserstrahl wirkt. „Der hochenergetische grüne Laserstrahl durchdringt die obersten Hautschichten und entfaltet im roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin, beziehungsweise im Hautpigment, dem Melanin, seine Wirkung (Grün ist die Komplementärfarbe von Rot; Anm. d. R.). Unerwünschte, stark sichtbare Blutgefäße, die charakteristisch für Couperose sind, können so gezielt verödet und wirkungsvoll reduziert werden.“ Frau W. wirkt erleichtert und fragt, ob das Ganze schmerzhaft sein wird. „Die Methode ist schnell, wirksam und wenig schmerzhaft. Die Lichtimpulse fühlen sich wie ein kurzer, winziger Nadelstich an. Das ist für die meisten Patienten sehr gut zu ertragen“, versichert Frau Dr. Ogilvie.
Wir treffen die Patientin wenig später nach der Laserbehandlung auf dem Flur wieder. Der Behandlungserfolg ist bereits sichtbar. Die durchschimmernden Gefäße sind verschwunden, an einigen Stellen haben sich kleine Krüstchen gebildet, die jedoch in einigen Tagen von selbst abfallen werden. „Noch zwei weitere Sitzungen, dann habe ich es geschafft – man sieht mir die Couperose nicht mehr von Weitem an“, freut sich Frau W.

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Dr. Alexandra Ogilvie nimmt sich viel Zeit für ihre Patienten

Schuppenflechte
Kaum ist die Behandlung beendet, wartet bereits der nächste Patient, Herr H., der unter Psoriasis (Schuppenflechte) leidet, im Sprechzimmer. Seine Beschwerden sind deutlich zu erkennen: Die Haut an Gesicht und Händen ist von glänzenden, silbrig-weißen Schuppen auf stark durchbluteten und entzündlich geröteten Arealen überzogen. Dazu spannt und juckt die Haut kontinuierlich – eine echte Belastung für Psyche und Lebensqualität.
Psoriasis stellt neben der Neurodermitis eine der häufigsten entzündlichen Hautkrankheiten dar. Allein in Deutschland leiden mehr als zwei Millionen Menschen an Schuppenflechte. Bei etwa jedem fünften Betroffenen entwickelt sich im weiteren Verlauf eine entzündliche Gelenkerkrankung (Arthritis oder Psoriasisarthritis). Dabei kann es zu einer schmerzhaften, teilweise dauerhaften Veränderung an kleinen und großen Gelenken sowie der Wirbelsäule kommen.

Die frühzeitige Erkennung der Schuppenflechte und der Psoriasisarthritis ist äußerst wichtig für eine wirksame Behandlung

„Die frühzeitige Erkennung der Schuppenflechte und der Psoriasisarthritis ist äußerst wichtig für eine wirksame Behandlung“, lernen wir von Frau Dr. Ogilvie, die dank ihrer langjährigen Erfahrung einen nationalen und internationalen Ruf als Psoriasis-Expertin erworben hat. Eine endgültige Heilung ist bisher nicht möglich, wohl aber eine wirksame Therapie. Hier muss man von Fall zu Fall unterscheiden, mit welchen Vorgehensweisen man arbeitet. Es empfiehlt sich neben dem gesamten Spektrum der systemischen (Tabletten, Spritzen, Infusionen) und lokalen (äußerlichen) Therapien der Schuppenflechte auch die hochmoderne Lasertherapie mittels Excimerlaser, der speziell für diese Art von Erkrankungen entwickelt wurde. Bei Herrn H. macht der Einsatz des Lasers aufgrund der ausgeprägten Symptome, am meisten Sinn. „ Ich hoffe, dass mir schnell geholfen wird!“ Auch in diesem Fall ist die Dermatologin von der effektiven Wirkung von Avène Produkten überzeugt: „Die begleitende Hautpflege der strapazierten Areale, zum Beispiel mit XeraCalm, wird rasch dafür sorgen, das Spannungsgefühl, den Juckreiz und die belastende Schuppung zu lindern.“ Und da ist sie schon weg zum nächsten Patienten. Im Gehen ruft sie ihrem Team noch zu, dass man bitte Herrn H. eine Tube XeraCalm Balsam für die Nachbehandlung mit nach Hause geben möge. Zeit ist hier nur für die ­Patienten da, nicht aber zwischen den Terminen!

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Das Avène Thermalwasserspray eignet sich ideal um die Haut nach Laserbehandlungen zu beruhigen und zu kühlen