Spotlight

Muttermale

Juni 2016

Fast jeder Mensch besitzt sie, diese bräunlichen, runden Verfärbungen auf der Haut. Die Rede ist von Muttermalen. Harmlose Pigmentansammlungen, die sich in seltenen Fällen bösartig verändern können. Deshalb ist auch Früherkennung so wichtig. Was Sie über das Thema wissen müssen, erfahren Sie in unserem Spotlight.

Artikel lesen

Muttermale, auch bekannt unter dem Namen Leberflecke, sind braunschwarze oder bläuliche Verfärbungen der Haut, die in unterschiedlichsten Formen auftreten können. Es handelt sich hierbei um zumeist harmlose Ansammlungen von Pigmenten, farbgebende Stoffe (vorwiegend Melanin), die ­jeder Mensch besitzt.

Sie entstehen im Laufe des Lebens und werden durch verschiedene Faktoren, vor allem aber durch UV-Strahlen, begünstigt. Muttermale können jedoch auch genetisch bedingt oder angeboren sein. Sehr selten können sich Pigmentzellen auch bösartig verändern. Es bilden sich kleine Tumore, die zunächst den harmlosen Muttermalen ähneln, früher oder später jedoch aggressiv werden. Es entsteht das sogenannte maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs).

Das Risiko, ein Melanom auszubilden, steigt mit der Anzahl der erworbenen Muttermale. Dies hängt von verschiedenen Umständen ab: genetischen Faktoren, dem Hauttyp (hellhäutige, rothaarige Menschen sind stärker gefährdet als dunklere Typen) und der Anzahl der erlebten Sonnenbrände. Wie man Letztere vermeidet, erfahren Sie übrigens hier.

Da Muttermale somit immer ein, wenn auch nur geringes, Risiko darstellen, ist es besonders wichtig, sie regelmäßig zu kontrollieren. Die Untersuchung können Sie selbst ganz einfach zu Hause mithilfe eines Spiegels oder eines Familienmitgliedes durchführen.

Wenden Sie hierzu die ABCDE-Regel an.

Dabei achten Sie auf folgende Faktoren:

Asymmetrie (unregelmäßige Form)
Begrenzung (unscharfe, raue oder zackige Ränder)
Colour/Farbe (ungleichmäßiger Farbton, hell und dunkel)
Durchmesser (größer als fünf Millimeter)
Erhabenheit/Entwicklung (in kurzer Zeit auf sonst flachem Grund entstanden)

Und so gehen Sie vor:

Alle Körperteile von vorne, hinten und der Seite überprüfen:
• Innen- und Außenseite der Arme und Hände, unter den Achseln und in den Fingerzwischenräumen
• Innen- und Außenseite der Beine, Zehen, Zehen­zwischenräume und Fußsohlen
• Nacken, Haaransatz, Ohren, Kopfhaut (dazu das Haar Strähne für Strähne scheiteln)
• Lenden, Gesäß, Genitalbereich

Sollten Sie irgendeine Auffälligkeit entdecken oder sich nicht sicher sein, suchen Sie Ihren Dermatologen auf. Geraten Sie nicht in Panik, denn die meisten Veränderungen sind gutartig.