So macht Reisen Spaß!

Juni 2017

„Wann sind wir endlich da?“, „Mir ist langweilig!“ – das sind wohl die Fragen, die Eltern in der Ferienzeit am häufigsten zu hören bekommen. Lange Reisen werden für die Kleinen schnell zur Tortur, vor allem dann, wenn auch noch ein „Mama, mir ist schlecht!“ dazukommt. Aber keine Panik! Wir haben Tipps und Tricks gesammelt, die das Reisen mit Kindern angenehmer machen.

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Schaukeln, Karussell oder Achterbahn fahren – für die meisten Kinder absolut kein Problem. Aber kaum sitzt man im Auto oder Flugzeug, wird es den kleinen Reisegästen schnell mal übel. Woran liegt das?

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Die sogenannte Reisekrankheit taucht meist bei Kindern im Alter von zwei Jahren zum ersten Mal auf, denn zu diesem Zeitpunkt ist der Gleichgewichtssinn vollständig entwickelt. Bis dahin sind lange Autofahrten meist kein Problem. Zu den Symptomen der Kinetose, wie die Reaktion des Körpers korrekt heißt, gehören neben Übelkeit und Erbrechen auch Kreislaufprobleme, starke Müdigkeit und kalter Schweiß. Genau genommen handelt es sich um eine Reaktion auf bestimmte Bewegungsreize, die sich eigentlich widersprechen und damit das Gehirn überfordern. Beim Autofahren senden die Augen das Signal „Wir bewegen uns schnell!“ an das Gehirn, aber das Gleichgewichtszentrum im Ohr argumentiert dagegen, da der Körper ruhig sitzt und eben nicht in Bewegung ist.

Unsere Tipps und Tricks bei Reisekrankheit

• Am besten vor der Fahrt nur eine kleine Mahlzeit einnehmen, die nicht zu viel Fett enthält.
• Lassen Sie die Kinder während der Fahrt nicht selbst lesen. Lesen Sie ihnen lieber etwas vor.
• Hörspiele und Musik lenken ab.
• Versuchen Sie lange Fahrten in die Nacht zu legen.
• Schlafen ist die beste Prophylaxe, denn dann ist der Gleichgewichtssinn ausgeschaltet.

Keine Chance für Langeweile!

Mit diesen Spielen für unterwegs verkürzen Sie die Reisezeit

Der Klassiker: Ich packe meinen Koffer
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Ein Spieler beginnt mit dem Satz: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: … (zum Beispiel eine Zahnbürste).“ Anschließend muss der nächste Spieler den kompletten Satz wiederholen und etwas hinzufügen, was er gerne mit in den Koffer packen möchte. So geht es reihum weiter. Vergisst ein Mitspieler etwas aus der Liste oder vertauscht die Reihenfolge, scheidet er aus.

Etwas zum Lachen: Dir erzähl ich was!

Bei diesem Spiel werden gemeinsam Geschichten erfunden. Einer der Mitspieler beginnt mit einem Satz und der nächste darf die Handlung mit dem folgenden Satz fortführen. Am Ende ist eine unterhaltsame und vielleicht etwas verrückte Geschichte entstanden.

Mit Lerneffekt: Wörtersammlung

Hier kann ganz nebenbei der Wortschatz der Kinder erweitert werden. Es gilt Doppelwörter zu bilden, die alle zum Beispiel das Wort „Buch“ enthalten. Also: Malbuch, Märchenbuch, Buchtitel, Kinderbuch und so weiter. Begriffe, die das Kind nicht kennt, werden direkt erklärt.

Extra-Tipp

Regelmäßige und vor allem ausreichend lange Pausen können schon etwas Abhilfe schaffen. Das Zauberwort gegen Langeweile und Übelkeit heißt aber definitiv: Ablenkung!

Bon Voyage!