Sonnenschutz-Regeln für Kinderhaut

Mai 2018

Je jünger die Haut, desto dünner und deshalb weniger gegen gefährliche Einflüsse von außen geschützt ist sie. Kinderhaut gebührt im Sommer also besondere Aufmerksamkeit, denn sie ist um ein Vielfaches empfindlicher als die von Erwachsenen. Was gilt es zu beachten? Wir zeigen es Ihnen.

Artikel lesen

Sonnenlicht macht glücklich und ist sogar gesund, denn es stärkt die Immunabwehr und unsere Knochen. Dennoch birgt die UV-Strahlung auch gewisse Risiken, die vor allem Kindern noch nicht bewusst sind. Am besten fangen Sie deshalb so früh wie möglich damit an, Ihre kleinen Lieblinge über den richtigen Umgang mit der Sonne aufzuklären – auf spielerische Weise (mehr dazu ab Seite 30 mit Tapsi Tiger).
Solange sie aber noch zu klein sind, sich selbst darum zu kümmern, liegt der Schutz ihrer Haut in der Verantwortung der Eltern. Sie sollten dafür sorgen, dass ihre Kinder unter keinen Umständen einen Sonnenbrand bekommen. Denn bei den Kleinen liegen die UV-empfindlichen Stammzellen sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen.
Deshalb reagiert Kinderhaut beispielsweise ganz anders auf Sonnenbrand und bereits eine leichte Rötung der Haut kann unangenehme Folgen haben: Auch wenn die Spuren dieses schmerzhaften „Alarmsignals“ des ­Körpers oft nach ein paar Tagen wieder abklingen, bleibt der Schaden tief in der Haut bestehen und kann in den schlimmsten Fällen später zu Hautkrebs führen. Denn schon ein kleiner Sonnenbrand erhöht bei Kindern den Risikofaktor um zwei bis drei auf einer Skala von zehn.

Übrigens:

Für Babys und Kleinkinder ist die direkte Sonne absolut tabu! Ihr hauteigener Schutz muss sich erst noch entwickeln und ist so gut wie gar nicht vorhanden.

gettyimages-530389501_icv2-1cddf655258d2cb405d797baa22e05c5

Alle Sonnenschutz-Regeln auf einen Blick

  • 1

    Versuchen Sie die Mittagszeit nicht in der Sonne zu verbringen. Von 12 bis 16 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten. Nutzen Sie für Aktivitäten im Freien lieber die Morgen- und Abendstunden.

  • 2

    Lassen Sie Ihre Kinder nur im Schatten spielen. Errichten Sie Schatteninseln für Ihre Kleinen. Hierfür eignen sich gut verarbeitete Sonnenschirme – darunter lassen sich bedenkenlos tolle Sandburgen bauen.

  • 3

    Der hauteigene UV-Schutz ist bei Kindern sehr gering.
    Besonders in den ersten Lebensjahren sind die hauteigenen Abwehrmechanismen noch nicht vollständig ausgereift. Die Eigen­schutzzeit beträgt in diesem Stadium gerade einmal fünf bis maximal zehn Minuten. Sonnenschutzprodukte oder spezielle Kleidung schützen darüber hinaus die empfindliche Kinderhaut.

  • 4

    Sonnencremes mit sehr hohem Breitbandschutz sind ein Muss. Die Sonnenschutzprodukte, die Sie für Ihre Kinder verwenden, sollten immer einen Lichtschutzfaktor 50+ (sehr hoch) haben. Zudem sollten sie wasserfest und frei von Duftstoffen, Silikonen, Parabenen und Octocrylenen sein und einen Breitbandschutz (UV-A und UV-B) enthalten.

  • 5

    Sonnenschutzprodukte sollten in regelmäßigen Abständen erneut aufgetragen werden. Das Credo lautet: cremen, cremen, cremen. Denn viel hilft viel. Rechnen Sie zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut, das entspricht circa 30 Millilitern für den gesamten Körper.

  • 6

    Schützen Sie die Haut Ihrer Kinder zusätzlich durch spezielle Kleidung. Achten Sie bei spezieller Sonnenschutzkleidung stets auf die Kennzeichnung UV 50+.

  • 7

    Eine Kopfbedeckung wie Hut oder Mütze darf nicht fehlen.
    Besonders der Kopf erhitzt sich in der Sonne schnell, Gesicht, Nacken und Ohren reagieren zudem empfindlich auf Sonnenstrahlung. Daher sollten Kinder im Sommer immer mit breit­krempiger Kopfbedeckung ins Freie gehen.

  • 8

    Auch die Augen brauchen Sonnenschutz. Kindersonnenbrillen sollten vor allem gut sitzen und die Kennzeichnung UV-400 tragen. Dadurch werden 99 Prozent der UV-Strahlung abgeblockt.

    Eine Übersicht über alle Sonnenschutz-Produkte für Kinder finden Sie unter avene.de